Seit Kurzem bin ich Co-Autor eines Buches. Ich kann es selbst noch kaum glauben!
Seit Kurzem bin ich Co-Autor eines Buches. Ich kann es selbst noch kaum glauben!
ACHTUNG: Dies ist nicht noch eine weitere Meinung zu #allesdichtmachen! Es geht mir um eine ganz andere Thematik, die mir jedoch aufgrund dieser Aktion bewusst wurde. Daher bitte weiterlesen!
Sie arbeitet mit Ironie. Ironie setzt beim Rezipienten Humor voraus. Hier liegt die Krux: es gibt Menschen, die haben keinen Humor. Sie nehmen alles ernst und somit Ironie für bare Münze. Aber selbst Menschen mit Humor erschließt sich ein Witz bzw. eine ironische Darstellung nicht immer. Es gibt nämlich unterschiedliche Arten von Humor. Was für einen Menschen witzig/ironisch erscheint, erzeugt beim anderen bestenfalls nur Gähnen oder schlimmstenfalls eine aggressive Reaktion. Humor hat also das Potenzial, Menschen eher zu trennen als miteinander zu verbinden.
Aber wie kann dies gelingen, wenn das Humorverständnis so unterschiedlich ist? Die beste Methode ist Lachen ohne Grund! Das kann eine Brücke sein zwischen Menschen mit unterschiedlichem Humor und vor allem auch unterschiedlichen Ansichten. Dabei macht man sich nämlich nicht über etwas oder über jemanden lustig. Somit können alle ins Lachen einstimmen. Damit kommt Lachyoga ins Spiel. Denn das ist tatsächlich Lachen ohne (äußeren) Grund. Es wird mit einem gespielten Lachen eingeleitet und geht im Idealfall in echtes Lachen über. Das geschieht normalerweise ganz automatisch in einer Gruppe von Menschen. Denn Lachen ist ansteckend! Und diese Menschen können dann gemeinsam lachen, obwohl sie sich ansonsten in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Dieses gemeinsame Lachen kann die Basis dafür sein, sich anschließend auch in anderer Hinsicht näher zu kommen oder sich wenigstens gegenseitig zuzuhören.
Mehr über Lachyoga erfährst du hier.
Bild: Public Domain, Quelle: Dr. Louise Aznavour
Ja, das war einmal Tradition! Vom 14. bis ins 19. Jahrhundert wurde in katholischen Oster-Gottesdiensten ausgiebig gelacht. Dies wurde Osterlachen oder auch Ostergelächter genannt. Der Pfarrer erzählte eine lustige Geschichte oder machte Scherze und die Gemeinde hat darüber herzlich gelacht. Allerdings war dies nie Bestandteil offizieller Lithurgien. Und leider hat dieser Brauch nicht überlebt. Schade eigentlich! Denn Lachen ist an Ostern keineswegs unangebracht, denn es ist ja auch ein Ausdruck der Freude. Und über was sollten sich Christen mehr freuen als über die Wiederauferstehung von Jesus Christus?!
Und wir Lachyogis wissen ja, dass Lachen hilft, die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Es kann eine so große Erleichterung sein, nach langer Zeit der Entbehrungen, z.B. der Fastenzeit, mal wieder so richtig loszuprusten.
Einer der Gründe, warum diese Tradition aufgegeben wurde, waren wohl allzu zotige Geschichten, die mancher Pfarrer zum Besten gab. Einerseits ist das natürlich menschlich, aber wenn ein Witz zu Lasten anderer geht, hört der Spaß auf. Statt dessen könnte man auch ohne Grund lachen, also Lachyoga praktizieren. Momentan lässt sich das leider nicht umsetzen. Es darf ja nicht einmal im Gottesdienst gesungen werden. Aber zu Ostern 2022 sieht die Welt hoffentlich wieder anders aus... Ich behalte es mal im Kopf und werde unseren Pfarrer rechtzeitig darauf ansprechen, auch wenn ich Protestant bin.
Ganz tot ist die Tradition allerdings doch noch nicht. In manchen Gemeinden oder Bistümern ist auch diese wieder auferstanden, wie diese beiden Beispiele zeigen:
Der Passauer Bischof Stefan Oster 2019 im Youtube-Video
Bericht über den Bremer Pfarrer Jörg Mosig in der Frankfurter Rundschau
Wir befinden uns im Jahre 2020 n.Chr. Ganz Germanien ist von Viren namens Corona besetzt... Ganz Germanien? Nein! Eine aus unbeugsamen Lachyogis bestehende Gemeinschaft hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für diese Viren, die als Besatzung in den befestigten Lagern Berlinum, Hamburgum, Stuttgartum, Dresdum etc. herumfliegen. Denn den Lachyogis ist seit fast auf den Tag genau 25 Jahren ein Zaubermittel bekannt, das ihnen ungeahnte Abwehrkräfte gegen alle Widrigkeiten des Lebens verleiht: IHR LACHEN!
Und sie beschließen, das Rezept für das Zaubermittel nicht geheim halten zu wollen. Denn dieses kann das Glück aller Lebewesen auf diesem wundervollen Planeten mehren und gleichzeitig die Viren unschädlich machen! Und so fangen einige ganz besonders Tatkräftige von ihnen an, das Rezept unter allen Germanen zu verbreiten.
Die einen bieten jedermann und -frau einen Telefonservice, wenn einmal eine wohl dosierte Menge (nämlich 3 Minuten) des Zaubermittels LACHEN benötigt wird.
Die anderen ermöglichen allen Germanen, sich täglich um 9 Uhr eine für den ganzen Tag reichende Dosis (genau 20 Minuten) LACHEN zu geben, indem sie dieses per Zoom verteilen.
All dies ist am 23. März 2021 nun genau ein Jahr her. Deshalb wollen wir es gemeinsam mit ganz viel LACHEN feiern!
Das Lachtelefon und das Morgenlachen laden ein:...für die wenigen von Euch, die das Lachtelefon und das Morgenlachen noch nicht kennen:
Heute ist, wie an jedem 24. Januar eines Jahres, der Global Belly Laugh Day! Auf Deutsch: Welttag des Bauchlachens oder des herzhaften Lachens, denn wenn man aus dem Bauch heraus lacht, ist es wirklich herzhaft. Dieser Tag scheint in der Lachyoga-Gemeinde noch nicht so stark wahrgenommen zu werden, obwohl es beim ihm ebenfalls ums Lachen geht. Vielleicht, weil sie ihren "eigenen" Welttag hat: den Weltlachtag, jeweils am ersten Sonntag im Mai jeden Jahres.