Welche Bilder stellst Du Dir vor, wenn du den Begriff "Lachyoga" hörst, aber noch gar nicht genau weißt, was das eigentlich ist?
Dieser Begriff kann vollkommen falsche Assoziationen auslösen. Deshalb möchte ich hier die drei schlimmsten Missverständnisse einmal aus dem Weg räumen.
 

Nr. 1: Man macht yoga-mäßige Verrenkungen und lacht dabei auch noch!

Frau in Yoga-Haltung

Falsch!

Richtig ist:

Natürlich wird beim Lachyoga gelacht! Und es wird sich auch bewegt. Aber "Verrenkungen" kommen dabei gar nicht vor. Im Gegenteil: Lachyoga kann sogar mit größeren körperlichen Einschränkungen praktiziert werden. Zu Beginn, zwischendurch und am Ende einer Lachyoga-Stunde werden leichte Dehn- und Lockerungsübungen gemacht, die jede:r soweit möglich mitmacht.
Der Namensteil "Yoga" kommt daher, dass Lachen auch sehr viel mit dem Atem zu tun hat. Dies gilt auch für die meisten anderen Yoga-Arten. Die "Erfinder" des Lachyogas sind zudem ein indischer Arzt und seine Ehefrau, eine Yoga-Lehrerin. 
 

Nr. 2: Lachyoga ist lustig!

Clown

Falsch!

Richtig ist:

Lachyoga ist nicht lustig! Das mag am meisten verwundern. Aber Lachyoga kommt tatsächlich vollkommen ohne Humor aus. Das ist auch so beabsichtigt, denn jeder Mensch hat ja eine andere Art von Humor. Darauf kann man keine Methode aufbauen, die alle Menschen gleichermaßen anspricht. 

Vielmehr wird beim Lachyoga immer mit einem künstlichen Lachen begonnen. Dieses geht durch eine sich selbst verstärkende Wirkung, in einer Gruppe insbesondere durch "Ansteckung", nach kurzer Zeit in echtes Lachen über.
Dies schließt allerdings nicht aus, dass humorlose Menschen durch regelmäßiges Praktizieren von Lachyoga nach einer gewissen Zeit tatsächlich auch (wieder) Humor entwickeln - einfach weil sie lernen, die unfreiwillige Komik mancher Alltagssituation zu erkennen und darüber zu lachen.
 

Nr. 3: Lachyoga ist doch nur wieder so ein esoterischer Kram!

Esoterik

Falsch!

Richtig ist:

Lachyoga beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Entwickelt wurde diese Methode von einem Allgemeinmediziner basierend auf Studien, die die positive Wirkung des Lachens auf die körperliche und seelische Gesundheit belegen.

Durch Lachen werden "Glückshormone" freigesetzt, die uns in eine positive Stimmung versetzen. Gleichzeitig werden Stresshormone abgebaut. Durch die Lachbewegungen lockern sich Verspannungen und die inneren Organe werden stimuliert. Lachen vertieft die Atmung, was die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers verbessert. Auch das Schmerzempfinden verringert sich durch Lachen. 
Und dies sind nur die allerwichtigsten Erkenntnisse.
 

Was meinst du jetzt? 

Würdest du Lachyoga eine Chance geben, es wenigstens einmal selbst auszuprobieren wollen?
Ja? Dann nimm gerne Kontakt mit mir auf, falls du aus Karlsruhe oder Umgebung kommst. Falls du woanders wohnst, gehe auf Lachclub.info und suche dir einen Lachclub in deiner Nähe. 
Ferner gibt es inzwischen auch Online-Angebote, auch für Anfänger. Z.B. bei Egbert Griebeling: https://www.lachyoga-sonne.de/lachyoga-online-akademie/

Bildquellen:
Bild 1: eigenes Werk, Grundlage von Kennguru, Lizenz: CC BY 3.0, Link
Bild 2: eigenes Werk, Grundlage von Jena, Lizenz: "free for personal use and commercial use", Link
Bild 3: eigenes Werk, Grundlage von Pixabay ID 1006777, Lizenz: Public Domain, Link
Black Smiley

"Was soll das denn jetzt? Lachyoga hat doch den Anspruch, unpolitisch zu sein!"

Ja, das ist richtig und soll unbedingt auch so bleiben. Aber wenn es um etwas zutiefst Menschliches geht - ja, sogar das nackte Leben (Black Lives Matter!) -, ist das eben nicht nur politisch, sondern berührt alle Menschen. Auch mich!

Mir geht es hier jedoch nicht darum, ein weiteres Statement GEGEN Rassismus abzugeben.

Vielmehr treibt mich dieses GEGEN-ETWAS-SEIN (gegen Rassismus, gegen Umweltverschmutzung, gegen Homophobie, etc. etc.) zur Zeit um, sowohl im persönlichen wie im gesellschaftlichen Bereich.
Ich bin GEGEN Rassismus. Ich bin GEGEN unnötigen CO2-Ausstoß, um das Klima zu retten. Ich bin GEGEN diese und jene meiner schlechten Angewohnheiten und möchte sie daher loswerden.  Aber damit gebe ich genau dem, wogegen ich bin, eine enorme Energie. Meine Gedanken kreisen dabei nämlich genau um diese Begriffe: Rassismus, CO2, schlechte Angewohnheiten.

Bringt mich das weiter? Nein!

Denn natürlich versuche ich jedem Menschen ohne (rassistische) Vorbehalte zu begegnen.
Natürlich achte ich (meist) darauf, meinen CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, indem ich z.B. weniger Fleisch esse.
Und natürlich versuche ich meine schlechten Angewohnheiten täglich (so gut es geht) im Zaum zu halten.

Aber was kann ich in meinem kleinen Wirkungskreis tun, damit die Welt ein klein wenig so wird, wie ich sie mir wünsche?

Genau! Ich möchte mich FÜR etwas Positives einsetzen - NICHT GEGEN etwas Negatives!
Was tue ich FÜR Menschen, die diskriminiert werden?
Was tue ich FÜR den Erhalt der Schöpfung?
Welche meiner guten Eigenschaften kann ich weiter ausbauen, damit die schlechten Angewohnheiten weniger Gewicht bekommen?

So habe ich mir folgende Prämissen gesetzt:
Weniger Mehr
 dagegen!  dafür!

 

Wir Lachyogis kennen schon eine Aktion, um dies zu verwirklichen:

Wir üben uns im Lachen. Dies sorgt FÜR mehr Liebe unter den Menschen und zu allen Geschöpfen, indem es Verbundenheit schafft, wenn man gemeinsam lacht.

Und um jetzt doch noch auf die Überschrift zurück zu kommen: was kann ich Rassismus Positives entgegen setzen?

Eine Lachübung FÜR Verbundenheit mit allen Menschen:


Bildquellen:

Black Smiley: eigenes Werk (c) der-lachyogi.de

dagegen!: eigenes Werk, Grundlage von worker, Lizenz: Public Domain, Link

dafür!: eigenes Werk, Grundlage von publicdomainvectors.org, Lizenz: Public Domain, Link

Der Kreislauf des Lächelns

In einem kürzlich auf der Kinderseite der Badischen Neuesten Nachrichten veröffentlichten Artikel verrät der älteste Mann der Welt, der Japaner Chitetsu Watanabe,

sein Rezept für's Altwerden: Lächeln!

Lächeln ist die Vorstufe zum Lachen. Und wir Lachyogis wissen, dass bereits das bewusste Anheben der Mundwinkel die Stimmung hebt.

Lächeln hebt die Stimmung!

Das kann jeder selbst ausprobieren: hat man mal nicht so gute Laune, läuft man einfach eine Weile mit einem Lächeln durch die Welt und schon geht es einem besser.

Wenn man dabei auch noch anderen Menschen begegnet, bekommt man sogar oft ein Lächeln zurück, was die Stimmung weiter hebt.

Aber wie kann das sein?

Der Lachmuskel sitzt nicht im Bauch sondern im Gesicht!

Wir haben etliche Muskeln im Gesicht, die unseren Gesichtsausdruck beeinflussen. Darunter befindet sich auch die Lachmuskulatur. Zwei Muskeln spielen dabei die Hauptrolle: der Jochbeinmuskel (Musculus zygomaticus major), welcher die Mundwinkel nach oben zieht und der Lachmuskel (ja, der heißt tatsächlich so auf Latein: Musculus risorius!), der den Mund in die Breite zieht.

Der Jochbeinmuskel (Musculus zygomaticus major):
Jochbeinmuskel (Musculus zygomaticus major)

Der Lachmuskel (Musculus risorius):
Lachmuskel (Musculus risorius)

Wenn wir etwas angenehmes empfinden, reagieren sie ganz automatisch und lassen uns lächeln. Angesteuert werden sie dabei vom 7. Hirnnerv (Nervus facialis), der das vom Hirn registrierte angenehme Gefühl "übersetzt" in Muskelspannung.
Diese beiden Muskeln können wir aber auch ganz bewusst steuern. Und darin liegt der Trick: ein bewusstes Lächeln lässt nun den 7. Hirnnerv "denken", dass etwas Angenehmes passiert sein muss. Und schwupps, werden auch andere Effekte ausgelöst, wie zum Beispiel die Produktion von Glückshormonen (Endorphine).

Wir können uns ganz bewusst glücklich lächeln!

Um das selbst zu erfahren, kann man den oben genannten Selbstversuch ausweiten: wenn man eine Weile ganz bewusst lächelt, obwohl man eigentlich keinen Anlass dazu hat, geht dies einem ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr aus dem Gesicht. Denn mittlerweile wurden so viele Endorphine produziert, dass diese wiederum ein angenehmes Gefühl verursachen, das den 7. Hirnnerv veranlasst, die beiden Lachmuskeln anzuspannen, so dass wir lächeln. Ist das nicht wunderbar?! Da ensteht ein sehr positiver "Teufelskreis", den ich "Kreislauf des Lächelns" nennen will:

Probiere es einfach mal aus!
Vielleicht wirst du ja auch 113 Jahre alt wie Chitetsu Watanabe.

 

Und hier noch ein Tipp von mir, damit du im Alltag immer wieder ans Lächeln erinnert wirst:


Bildquellen:

Musculus zygomaticus major: Von Uwe Gille - modified from Image:Gray378.png, Gemeinfrei, Link

Musculus risorius: Gemeinfrei, Link

 

Lachen ist wie eine Portion Glück fressen. (Hape Kerkeling)

Heute ist, wie an jedem 20. März, der von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufene Weltglückstag. Dies nehme ich als Anlass, mir zum Thema Glück Gedanken zu machen, auch wenn ich bestimmt nicht der Erste bin. Denn dieses Thema beschäftigt jeden Menschen auf dieser Erde.

Warum haben die UN überhaupt diesen Tag ins Leben gerufen?

Sie haben erkannt, dass Glück im Sinne von Wohlbefinden nicht allein vom materiellen Wohlstand abhängt. Ich kann das aus eigenem Empfinden nur bestätigen: uns geht es in Deutschland materiell wirklich sehr gut. Aber gleichzeitig wird in Deutschland auch viel Unzufriedenheit artikuliert. Und damit ist nicht nur die ungleiche Verteilung des materiellen Wohlstands gemeint.
Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon drückt es so aus: "Wohlergehen in puncto Sozialem, Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu trennen. Zusammen definieren sie das globale Brutto-Glück."

Was Glück für mich ganz persönlich bedeutet.

Für mich bedeutet Glück nicht, dass ich und alles um mich herum optimal, also zu 100% wunschgemäß, ist. Wenn ich auf den Zeitpunkt, zu dem das eintrifft, warten würde, würde ich ja nie glücklich werden in meinem Leben!
Glück bedeutet für mich vielmehr, in einem Leben "zuhause" zu sein, in welchem immer wieder glückliche Momente entstehen können. Wenn ich auch im (vermeintlichen) Unglück Wege finde, um da heraus zu kommen. 

Und jetzt kommt die kongeniale Überleitung zum Thema Lachyoga und Glück:

Wie wissenschaftlich erwiesen ist, produziert Lachen, ob echt oder vorgetäuscht, Glückshormone und führt somit zu einem gesteigerten Wohlbefinden. Es ist also eine wunderbare Methode, sich "an den eigenen Haaren" aus dem Sumpf des (vermeintlichen) Unglücks zu ziehen. Sicher löst es kein Problem - das muss man dann schon selbst tun. Aber es verschafft emotionalen Abstand zum Problem, welcher für einen nachhaltigen Umgang damit erforderlich ist (sei es nun eine Lösung oder "nur" eine Akzeptanz des nicht änderbaren).

Lachyoga-Übung zum Umgang mit einem Problem:

Die Problem-Saftpresse nach Madan Kataria

Links zum Weltglückstag:

In diesem Jahr mit dem passenden Motto zur aktuellen Corona-Pandemie*:
Keep Calm - Stay Wise - Be Kind, also: Ruhig bleiben - Klug bleiben - Freundlichsein
 
PS:
Vielleicht wundert sich jemand, dass ich in diesem Beitrag nicht weiter auf die derzeige Corona-Pandemie eingehe. Ich meine, wir hören jeden Tag genug davon und können daher ein wenig Abstand gut gebrauchen.
 

 
Danke Madhuri und Madan Kataria für 25 Jahre Lachyoga!

English text below

Liebe Madhuri, lieber Dr. Madan Kataria,
Vielen Dank für die Gründung der weltweiten Lachyoga-Familie im Jahr 1995!

Während des Lachyoga-Kongresses in Deutschland im letzten Jahr sagte uns Madhuri, dass sie und Madan keine eigenen (genetischen) Kinder haben. Aber sie sagte, dass alle Lachyogis auf der ganzen Welt ihre Kinder sind! Und ich bin so glücklich, eines Eurer "Kinder" und Teil der Lachyoga-Familie zu sein!

Lasst mich sagen, warum ich darüber so glücklich bin.
Im Jahr 2016 befand ich mich in einer tiefen persönlichen Krise. Ich erholte mich vom Tiefpunkt Anfang 2017. Aber auch dieses Jahr war noch voller Turbulenzen. Anfang 2018 entdeckte ich das Lachyoga und wurde vom ersten Moment an mit dem LYV-95 (Laughter Yoga Virus von 1995 ;-) infiziert. Es half mir, mich von meinen Problemen (oder von dem, was ich für Probleme hielt) zu distanzieren. Im Laufe der Zeit lernte ich, bedingungslos zu lachen, wenn ich mich in einer unangenehmen Situation befand. Und ich kam mit so vielen extrem netten Menschen der Lachyoga-Bewegung in Kontakt. Natürlich ersetzt Lachyoga keine Therapie. Aber ich glaube, es hat eine therapeutische Wirkung! Dies ist meine ganz persönliche Erfolgsgeschichte mit Lachyoga.

Aber es gibt noch viel mehr, warum ich mich freue, dass Ihr Lachyoga entwickelt habt!
Neben den sehr positiven Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit sehe ich die Fähigkeit, Menschen zu verbinden. Vielleicht war dies 1995 nicht Euer Hauptaugenmerk. Aber heute, mit der fortgeschrittenen Globalisierung, könnte dies notwendiger sein als je zuvor. Da das Lachen von allen Menschen auf der ganzen Welt verstanden wird, unabhängig von ihrem kulturellen, religiösen, nationalen, politischen oder anderen Hintergrund, verbindet es die Menschen! Das ist wirklich eine große Chance für den Weltfrieden! Vielleicht nicht in der großen Politik, wenn ich auf die derzeitigen nationalen Anführer vieler Länder schaue. Aber in jedem persönlichen Umfeld könnte mehr Lachen zu mehr Nähe zwischen den Menschen führen. Und dies ist der erste kleine Schritt in eine friedlichere Welt.

Und das ist ein Hauptgrund, warum ich mich entschieden habe, nicht nur ein Mitglied der Lachyoga-Familie zu sein, sondern auch zu helfen, Lachyoga zu verbreiten, wo immer ich kann. Seit letztem September bin ich zertifizierter Lachyoga-Leiter. In der Zwischenzeit habe ich einige Lachyoga-Sitzungen in unserem örtlichen Lachyoga-Club geleitet und einen Lachyoga-Workshop in einer Volkshochschule erfolgreich durchgeführt. Mal sehen, was mir die Zukunft bringt...


Dear Madhuri and Dr. Madan Kataria,
Thank you for founding the global Laughter Yoga Family in 1995!

During the Laughter Yoga Congress in Germany last year Madhuri told us she and Madan do not have own (genetic) children. But she said all laughter yogis all over the world are their children! And I am so happy to be one of your "children" and part of the laughter yoga family!

Let me say why I am so happy about that.
In 2016 I faced a deep personal crises. I recovered from the lowest point at begin of 2017. But even this year was still full of turbulences. I discovered Laughter Yoga at begin of 2018 and was infected by the LYV-95 (Laughter Yoga Virus from 1995 ;-) from the very first moment on. It helped me to get in distance to my problems (or what I assumed to be problems). Over the time I learned to laugh unconditionally when I was in an unpleasant situation. And I got in contact with so many extremely nice people of the Laughter Yoga movement. Of course Laughter Yoga cannot replace a therapy. But I think it has a therapeutic effect! This is my very personal success story with Laughter Yoga.

But there is much more why I am happy that you developed Laughter Yoga!
Besides the very positive impacts on physical and mental health I see the ability of connecting people. Maybe this was not in your main focus in 1995. But nowadays with the advanced globalization this might be more necessary than ever before. Since laughter is understood from everyone all over the world independantly from the cultural, religous, national, political or other backgrounds it is connecting people! This is really a big chance for world peace! Maybe not in the big politics when I look to the current national leaders of many countries. But in everyones personal environment more laughter could cause more closeness between people. And this is the first tiny step into a more peaceful world.

And this is one main reason why I decided not just to be a member of the Laughter Yoga family but also help to spread Laughter Yoga whereever I can. Since last September I am a Certified Laughter Yoga Leader. Meanwhile I guided some Laughter Yoga sessions in our local Laughter Yoga club and performed a Laughter Yoga workshop in an Adult Education Center successfully. Let's see what future brings to me...


Bildnachweis:

Laughter Yoga Pack 2013 Ergänzung (Laughter Yoga University International)

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